Fragmente (wg. Albernheit)

Wäre ich eine Frau und hieße Anneliese, ich ließe mich – Nomen est Berufsberatung– zur Psychoanalytikerin ausbilden und nennte mich Psychoann[Fragment wg. Albernheit]

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Wäre ich Besitzer einer fränkischen Kegelbahn, ich verpflichtete Magdalena Neuner für ein Werbeplakat, auf dem sie mit Daumen hoch aus einer Sprechblase sagt: «Alle Neu[Fragment wg. Albernheit]

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Hieße ich, wie der Schriftsteller Raoul Schrott, mit Nachnamen Schrott, ich eröffnete ein Geschäft für Elektroartikel und nennte mich Elektro Sch[Fragment wg. Albernheit]

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Dreifuß-Joe der Vierhänder

Wenn ich nachts nicht einschlafen kann, stelle ich mir vor, ich sei ein Schlagzeuger und säße an einem mordsgroßen Drum-Kit mit einem Haufen Tom-Toms, Stücker 30 Becken schillerndster Bauformen und freilich zwei Bassdrums für Doublebass (Doppelfußmaschine an nur einer Bassdrum klingt selbst im Halbschlaftraum saftlos). Dann spiele ich die verrücktesten und vertraktesten Takte und Fills und Loops, sauschnell und jazzprofessormäßig, so daß kein Mensch weiß, wo hinten und vorne ist. Zwischendurch prügle ich unvermittelt heftige Brutalo-Blastbeats ein, daß es den BPM-Zähler überschlägt (natürlich ein analoger, wegen der trveness), während die Temperatur spontan in nordpolare Eisgefilde absinkt und die Leute denken: «So schnell kann das doch keiner, das ist doch alles Beschiß und Computer!» Ist es aber nicht!, sondern ehrliches Hand- und Fußwerk. Ebenso unvermittelt wechsle ich dann in den 70s-Prog-Rock-Modus und öffne mit psychedelischer Polyrhythmik ein Dimensionstor bzw. eins in sonst nur erdrogbare Bewußtseinsebenen.
In der halbschlafweltlichen Fachwelt nennt man mich dann Dreifuß-Joe der Vierhänder.

Schnee

Spätnachmittags, es hat geschneit. Die Bauarbeiter auf der Großbaustelle gegenüber frohlocken, verzichten auf Steine und Mörtel, sie bauen die Mauern mit Schnee weiter, immer höher und höher! Das große Baustellenlicht (mehrere Tausend Watt) leuchtet heut’ sicher lange in den Abend hinein und die Kopfkissen werden zufriedene Gesichter betten.

Kurse & Seminare

Aus dem Workshop-Angebot der Universität Erlangen-Nürnberg: «In den Schreibfluss kommen: Blockseminar» (kein Witz)

Ferner bieten diese Spaßvögel u.a. an:
– Fast fertige Hausarbeiten beenden: Anfängerkurs
– Motivationshürden abbauen 2: Aufbauseminar
– Nebenwiedersprüche bei Marx: Hauptseminar
– Bipolare Störungen erkennen und behandeln: Mittelseminar
– Ringvorlesung: ‹Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei› – Leben, Werk und Wirkung des Musikers Stephan Remmler

Andernorts steht man solchem Quatsch jedoch in nichts nach:
– Addieren, subtrahieren, dividieren: Malkurs (VHS)
– Kompostieren & Düngen: Schnupperkurs (Obst- und Gartenbauverein)
– Crashkurs «Sicher durch den Straßenverkehr» (ADAC)

 

 

Idee für ein Drama

1. Person Singular: Königin
2. Person Singular: Der Königin Gemahl
3. Person Singular: Dessen Liebhaber

1. Person Plural: Der Hofstaat
2. Person Plural: Das Gesinde
3. Person Plural: Saunaclub

5 Akte, mit Exhibit Exposition, Klimax, retardierendem Moment etc.

Intercity-Expreß

Der folgende Witz fiel mir (kein Witz) heute Nacht im Traum ein:

Die Nürnberger U-Bahnlinie U1 verbindet die Städte Nürnberg und Fürth miteinander. Fachleute bezeichnen sie auch als Intercity-Expreß.

(In einem Folgetraum, ich weiß nicht, ob ich zwischendurch wach war, gab ich sogar damit an, was mir im Traum (!) für ein guter Witz eingefallen sei, was ausgiebig beschulterklopft wurde.
Jetzt hingegen, nach der ganzen Träumerei, schäme ich mich für diesen «Witz» eher, als daß ich Grund zum Angeben sähe. Denn dieser «Witz» könnte Weiterlesen