Al Bano & Romina Power

Als Kind dachte ich immer, Al Bano, Romina Powers Komplement des Duos Al Bano & Romina Power, hieße Al Bano Power. Schließlich waren die beiden nicht nur ein Bühnen-, sondern auch ein Ehepaar (1970–1999!), und Al Bano klingt ja auch so vornamig. Irgendwann bekam ich spitz, dass er nicht Power mit Nachnamen heißt, und ich nahm hin, dass er wohl »Bano« benachnamst ist und Al wahrscheinlich eine Abkürzung von Alfredo oder so was.

Wie ich allerdings gerade auf Wikipedia sehe, ist die Annahme der Vornamigkeit keineswegs verkehrt, denn ‹in echt›, d.h. mit bürgerlichem Namen heißt er: Albano Carrisi. Nunja, das ist imho jetzt gar nicht so erstaunlich.

Erstaunlich hingegen ist, was Wikipedia darüber hinaus parat hält: Entgegen der Annahme, auf die ich zwanzig Kästen Bier gewettet hätte, ist Romina Power ~kein~ Künstlerinnenname! Sie ist in Tat und Wahrheit italienisch-US-amerikanischer Herkunft und geboren als Romina Francesca Power, Tochter von – hold on to your seats! – ~Tyrone~ Power und Linda Christian.

Wie ferner zu erfahren ist, verschenkte TyROnE Power jedoch leichtfertig die Chance, seinen Sohn Max Power o.ä. zu nennen. Stattdessen heißt der Junior schlicht Tyrone jr.
Schade!

Auch super: Tyrone Powers erste Ehefrau, die französische Schauspielerin Annabella, brachte eine Tochter mit in die Ehe, die Tyrone nach der Heirat adoptierte. Diese Tochter, fortan Anna Power heißend, heiratete den österreichischen Schauspieler Oskar Werner und hieß fortan – kein Witz – Anna Power Werner!

Anna Power Werner und Oskar Werner hatten allem Anschein nach keine Kinder. Auch das ist sehr schade! Denn der Nachname Power Werner, was der für Gesamtnamen ermöglicht hätte! Z.B. Werner Power Werner etc. tbh

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Kurz notiert (17)

Stühle – Urlaub für die Füße

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Ich will die Straßenseite wechseln aber mein Gegenüber kann nicht passend raus

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Erdgeschoss, aber als Gewehrkugel aus Lehm

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Sightseeing nach Hegel: Ansicht vs. Fürsicht

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In vitro fertilitas

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Fitnessftudio

8.45 Uhr. Ich gehe jetzt Bier trinken.

Quatsch: Ich gehe jetzt ins Fitneßßftudio.

Aber nicht ohne #Geschäftsidee, logo: Ein Fitnessstudio, auf dem in (künstlich) morschen hölzernen Lettern in Frakturschrift prangt: Fitnessftudio, und innen sind dann lauter mittelalterliche Folterinstrumente wie z.B. Streckbank oder Pranger oder Eiserne Jungfrau und man kann sagen »Ich geh heut zum Spinning!«, und im Fitnessftudio wird man dann aufs Rad gespannt usw. Und wenn man klettern will und z.B. auf Instagram vorher postet »#Ich #gehe #jetzt #an #die #Boulder #Wand«, dann kommt man ins Fitnessftudio und wird dort eingemauert etc.

[Offenlegung: Freilich ist Fraktur keine mittelalterliche Schriftart, aber angesichts dessen, was sich Reklameindustrie et al. heutzutage leisten, irgendwo an teuflisch inferioren Idiotien hinzuschreiben, ist doch eh schon alles bumswurscht.]

Hilferuf

Wenn irgendwo mal ein VHS-Kurs zum Thema

»Tolle Gifs für jede Gelegenheit«

angeboten wird, sagt mir bitte Bescheid. Es ist so deprimierend, ständig die passendsten Gifs geschickt zu bekommen und selber nicht adäquat reagieren zu können *gg* ^^

Mein erstes YouTube-Video

Übrigens erinnere ich mich noch an das allererste Video, das ich auf YouTube sah. Es ist leicht zu merken, denn es ist ein Musikvideo, in dem sich praktisch alles vor zwei blutverschmierten gefliesten Wänden abspielt: «Bleed for Me» von Legion of the Damned aus dem Jahre 2006.

Drauf gestoßen bin ich einem Chatraum bei ChatCity (wo es wohl auch schon mal besser lief: «am 16.12.2018 um 18:34:55 waren 428 NICKs eingeloggt». Erstaunlich immerhin, dass es das noch gibt). Ich unterhielt mich mit einem Typen über Metal und er schrieb irgendwann, dass er Legion of the Damned gut fände. Ich kannte die Band bis dahin nicht. Daher frug er – es war exakt der zitierte Wortlaut –: «Magste legion hören?», und schickte, ohne meine Antwort abzuwarten, den YT-Link.

Gleich draufgeklickt natürlich, ohne zu wissen, wohin mich das führen würde. Und schon polterte aus den PC-Boxen niederländischer Thrash Metal und wischte der Sänger im Video über den blutverschmierten Boden. (Freilich hatte ich nicht gedacht: «Ah, niederländischer Thrash Metal!» tbh. Das habe ich soeben erst recherchiert.)

Als ich zurück zum Tab des Chatraums wechselte, wusste ich nicht, wie mir geschah. Denn obwohl ich den Tab gewechselt hatte, lief im Hintergrund noch die Musik! Das kannte ich noch nicht und erstmal wusste ich nicht, was ich tun sollte. Als der Song durch war, hörte es dann auf; Autoplay gab es damals noch nicht, und wenn, dann hätte es der Script-Blocker locker unterbunden.

Bald darauf divete ich deep in all den Schmarrn, der auf YouTube ausgestellt wird und fand auch heraus, dass es normal ist, dass Videos im Hintergrund weiterlaufen. Heutzutage bin ich kaum noch auf YouTube, es ist einfach nicht mehr mein ‹Ding›.

Magste legion hören? https://m.youtube.com/watch?v=zWyihNFbOzo
(15 Sekunden langen eigentlich, dann hat man alles gesehen/gehört.)

EroTeX

Nürnberg, Hallplatz

MINT-Profis und aufmerksame Leser_innen dieses Blogs (vgl. den LaTeX-Beitrag) wissen: Man spricht den Namen dieses Ladens [eˈroːtɛχ] aus, mit einem stimmlosen velaren Frikativ (»Ach-Laut«) wie im Neugriechischen, und schreibt korrekt: »EroTeX«