Fitnessftudio

8.45 Uhr. Ich gehe jetzt Bier trinken.

Quatsch: Ich gehe jetzt ins Fitneßßftudio.

Aber nicht ohne #Geschäftsidee, logo: Ein Fitnessstudio, auf dem in (künstlich) morschen hölzernen Lettern in Frakturschrift prangt: Fitnessftudio, und innen sind dann lauter mittelalterliche Folterinstrumente wie z.B. Streckbank oder Pranger oder Eiserne Jungfrau und man kann sagen »Ich geh heut zum Spinning!«, und im Fitnessftudio wird man dann aufs Rad gespannt usw. Und wenn man klettern will und z.B. auf Instagram vorher postet »#Ich #gehe #jetzt #an #die #Boulder #Wand«, dann kommt man ins Fitnessftudio und wird dort eingemauert etc.

[Offenlegung: Freilich ist Fraktur keine mittelalterliche Schriftart, aber angesichts dessen, was sich Reklameindustrie et al. heutzutage leisten, irgendwo an teuflisch inferioren Idiotien hinzuschreiben, ist doch eh schon alles bumswurscht.]

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Black-Metal-Band

Ich gründe die kälteste, nein frostbittenste Black-Metal-Band, die es je gegeben hat, und nenne sie Celsius Frost.

Beziehungsweise vielleicht nenne ich sie auch Kelvin Frost und dann weiß man als Trve-Black-Metal-Fan gar nicht, ob man das jetzt «Kelvin» oder «Keluin» aussprechen soll.

Wahrscheinlich lass ich das aber auch bleiben und gründe eine Black-Metal-Band for Kids und nenne sie Celtic Frosties (Super-RTL-Reklame: «Die wecken den Satan in Dir!»).

Stay tvned! \m/

Salon du Fromage and the City

Ich gründe eine private Impfstelle und nenne sie «Vaccs and the City».

«Oh man, was für ein saublöder Wortwitz wieder 🙄🙄🙄»

Ja, was meinst du, wie’s mir geht, wenn ich in Nürnberg nicht nur an der Intimbereichagentur «Wax in the City» vorbeilaufen muss, sondern auch am Segway-Verleih «Seg and the City»Außerdem trage ich mit diese satirersche Bretrg zjn Ingpfdembaate bey!

Radio Marx

Übrigens: Ich übernehme den Nürnberger Lokalradiosender afk max und benenne ihn um zu afk MARX.

Programm sieht dann so aus, dass einfach pausenlos aus den Marx-Engels-Werken vorgelesen wird, nämlich chronologisch MEW-Bd. 1, 2 …, 44 und wieder von vorne. Und zwar mit Verve!

Zwischendurch, wie es sich für einen Radiosender gehört, Nachrichten, z.B. «Ist der Sozialismus schon verwirklicht? Der Blick ausm Fenster sagt: Nein», «Löst sich der Staat schon selbst auf? Auch nein», Börsenkurse, Rohstoffpreise (Tee, Weizen, Leinwand etc.) + tagesaktuelle Zustandsbeschreibung des revolutionären Subjekts.

Vorstellbar wären auch Zuschauerquizze mit unterschiedlich schwierigen Fragen wie «Bestimmt das Bewusstsein das Sein oder das Sein das Bewusstsein?», «Was steht in MEW 14 auf S. 59 in Z. 32–35?», «Wie viel wog Karl Marx’ Kopfbehaarung?»

Sonntags um 12 Uhr dann für eine Stunde Musik. Playlist:
– Madonna: «Materialistic Girl»
– Metallica: «Welcome Home (Proletarian)»
– Notorious B.I.G.W.F. Hegel: «Phenamanahlogy of Spirit»
– Faith No More in Chains
– Alice (Still) in Chains
– Freestyle Agitrap von Dialektikal
– ansonsten Historic-Materialistic Metal, Progressive Produktivkraft Metal

So könnt’s klappen mit der Agitation der Massen!

Rate My Poo

Schön wäre es, gerade jetzt zum Jahreswechsel, wenn es die Website ratemypoo.com noch gäbe. Sie war ein Ableger der Ekelcontentsite rotten.com; man konnte dort Fotos seines Stuhls hochladen und von den Besucher_innen der Seite bewerten lassen.

So um 2000 herum entdeckten wir das. Damals, als das Internet noch sehr viel stärker in einzelne Sites parzelliert war. Gleich ein Bookmark gesetzt, hehe, und dann für ein paar Tage lang über die verschiedensten Kacken gelacht. Freilich ohne zu bewerten und just 4 the lulz.

Leider gibt es mittlerweile weder Rotten.com noch Rate My Poo. Aber gerade Rate My Poo eignete sich doch hervorragend für Social Media: Angemeldet, Profil- und Headerkacke hochgeladen und dann fröhlich jeden Schiss per Foto geuppet. Likeorgel wie hier bei FB und evtl noch ein 10er-Bewertungssystem mit 6,5-Option. Drunterkot… Quatsch: Drunterkommentare ausdrücklich erwünscht.

Und warum wäre das gerade zum Jahreswechsel schön? Na weil man sich jetzt, «zwischen den Jahren», einen vom Algorithmus zusammengestellten Rückblick mit den schönsten Scheißen des Jahres anschauen könnte (freilich mit dieser grauenvollen Musik wie auf Facey). Oder ein Video nach Art der YouTube-Projekte, wo sich Menschen jahrelang täglich das Gesicht fotografieren und daraus dann ein chronologisches Daumenkino des äußeren Erscheinungsbildes mit Akustikgitarrenuntermalung bauen, um es für Hunderttausende Views zu uppen. – Ein Daumenkino jeder einzelnen Defäkation, also mich würd’s interessieren!

Logo müsste Rate My Poo dann irgendwo eine riesige Zensureinrichtung aufbauen, um sicherzustellen, dass nicht mit Plastikkacke oder Tierexkrementen beschissen wird. Und dass nicht irgendwelche Leute die Seite mit sonstigen nichthumankotalen Ekelhaftivitäten fluten. Aber naja, wo musst du heutzutage nicht regulieren. (Worüber Online-News-Portale haufenweise Artikel schreiben könnten, worüber dann Medienjournalismusportale Artikel schreiben könnten, dass hier vollends aus Scheiße Geld gemacht werde undsoweiter)

Kloschüsseln mit Kameras und Postfunktion, kein Thema. Natürlich keine Tiefspüler, wie sie heute fast überall schon rumstehen und die Ausscheidung gleich im Wasser verbergen, sondern Plateauspüler wie früher, wo das Dejekt erstmal liegenbleibt und, je nach Ernährungsgewohnheiten, noch ordentlich die Toilette vollstinken kann. Für die, die schon eine Schüssel haben und nicht wechseln wollen, halt eine Deckenkamera direkt überm Loch. Aber zu lange sollte man mit der Umrüstung auf Plateau auch nicht warten, denn die Algorithmen erkennen die Schüsselart freilich und spülen Tiefspülerpostings immer weniger und weniger in die Newsfeeds. (Worüber wiederum Berge an interessanten Artikeln geschrieben werden könnten.)

Also: Wenn es in meiner Bubble jemanden gibt, die_der coden kann, mail me! Ich würde mich um den anderen Mist kümmern und schon mal Carsten Maschmeyer ins Boot holen.

Wettrennen

Idee für eine neue Sportdisziplin: Zurückzulegen ist eine Distanz von 1.066,8 Metern ( = 1 Werst), wobei die Kontrahent_innen alberne Spandexkleidung tragen und sich gegenseitig mit Schlägen, Würfen und Griffen am Vorwärtskommen hindern dürfen (z.B. per Schwitzkasten, Muskelreiten, Brennnessel, Bockfotzn). Wer als erste_r ins Ziel gelangt, hat gewonnen (wer sonst hehe). Heißen soll die Disziplin: Werstling.