Fitnessftudio

8.45 Uhr. Ich gehe jetzt Bier trinken.

Quatsch: Ich gehe jetzt ins Fitneßßftudio.

Aber nicht ohne #Geschäftsidee, logo: Ein Fitnessstudio, auf dem in (künstlich) morschen hölzernen Lettern in Frakturschrift prangt: Fitnessftudio, und innen sind dann lauter mittelalterliche Folterinstrumente wie z.B. Streckbank oder Pranger oder Eiserne Jungfrau und man kann sagen »Ich geh heut zum Spinning!«, und im Fitnessftudio wird man dann aufs Rad gespannt usw. Und wenn man klettern will und z.B. auf Instagram vorher postet »#Ich #gehe #jetzt #an #die #Boulder #Wand«, dann kommt man ins Fitnessftudio und wird dort eingemauert etc.

[Offenlegung: Freilich ist Fraktur keine mittelalterliche Schriftart, aber angesichts dessen, was sich Reklameindustrie et al. heutzutage leisten, irgendwo an teuflisch inferioren Idiotien hinzuschreiben, ist doch eh schon alles bumswurscht.]

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Aerodynamik

27.10.2018 – Ein älteres Ehepaar steht bei einem älteren Antiquar, der vorm Laden ausweislich Schildern «Fahrräder zu kaufen» und «Räder zu verkaufen» anbietet. «Sie» hält ein Damenrad fest, «er» steht mordsskeptisch daneben, und der Antiquar entblödet sich nicht, bezüglich irgendeines Features am Rad daherzugschaftln: «Also klar, des is’ hald alles ach aweng was Aerodynamisches hald…!»

Also, Freunde … 😂 … ich mein, ein 125 Zentnertonnen schweres Damenfahrrad aus Betonstahlblei, da ist doch im Leben nix aerodynamisch dran – irgendwo muss aber auch mal Schluss sein mit Quatsch daherreden, das glaubt ihr doch langsam selbst nicht mehr, was ihr da aus Reklamezwecken so verzapft!

Wettrennen

Idee für eine neue Sportdisziplin: Zurückzulegen ist eine Distanz von 1.066,8 Metern ( = 1 Werst), wobei die Kontrahent_innen alberne Spandexkleidung tragen und sich gegenseitig mit Schlägen, Würfen und Griffen am Vorwärtskommen hindern dürfen (z.B. per Schwitzkasten, Muskelreiten, Brennnessel, Bockfotzn). Wer als erste_r ins Ziel gelangt, hat gewonnen (wer sonst hehe). Heißen soll die Disziplin: Werstling.

Eisenbahngschichtn (1)

Auf der Eisenbahnstrecke Neumarkt-Regensburg hält die Regionalbahn Agilis u.a. in Batzhausen. Die Stimme aus dem Lautsprecher vermeldet kurz vor dem Halt freundlich: «Nächster Halt: BATZhausen». Ich muss dann immer an den ehemaligen Fußballtorwart Sepp Maier denken, weil der hatte mal einen Hund, der Batzenhofer hieß. Und wer nennt seinen Hund schon Batzenhofer.

Übrigens: Batzenhofer, benannt nach einer Berliner Gastwirtschaft namens «Zum Batzenhofer» und 2007 bester Hund Bayerns, musste leider im November 2012 eingeschläfert werden. Wenn Sepp Maier einmal gestorben sein wird (ad multos annos, Sepp!), wird man Kindern auf die Frage, wo Sepp Maier jetzt sei, antworten können: «Zum Batzenhofer.»

8

Als Kind brauchte jeder neben einer Lieblingsfarbe eine Lieblingszahl. Letztere war bei mir die 8. Beim Fußball (E-Jugend) wollte ich die unbedingt als Rückennummer haben. Ein anderer wollte sie auch, so dass der Trainer durch Hölzchenziehen entscheiden ließ. Ich weiß nicht mehr, ob das längere oder kürzere hätte gewinnen sollen; ich zog jedenfalls das falsche. Weil aber ein Freund für Verwirrung sorgte, welches denn nun das Gewinnerhölzchen sei, ergab es sich, dass ich die 8 schließlich doch tragen durfte. Obwohl ich klar das verkehrte gezogen hatte. Mitleid mit dem anderen Buben empfand ich keines.
Oft war ich froh darüber, Auswechselspieler zu sein, denn dann konnte man mit den anderen ‹Ergänzungsspielern› Unfug anstellen, z.B. mit dem Eisspray Sachen einfrieren oder die Pausengetränke in der Gegend herumschütten. Hauptsache, die 8 aufm Rücken.